Gruppendynamik

Die Gruppendynamik spielt in dem Buch eine zentrale Rolle. Unter dem Gruppendruck wird zunächst Pierre Anthon mit Steinen beworfen. Auch bei der Anhäufung des Bergs der Bedeutung wird durch die Gruppe Druck ausgeübt. Nur so ist es möglich, dass die Opfer und die Gewalt immer extremer werden. Die psychologischen Mechanismen, die dabei eine Rolle spielen, können mit dem Stanford-Prison-Experiment verglichen werden. Vor allem die Verantwortungsdiffusion und der Konformitätsdruck führen in dem Buch zu immer extremeren Opfern und Gewalt. Einwände von einzelnen Gruppenmitgliedern werden von den Anführern der Gruppe unterdrückt. „Das können wir nicht machen.“ „Natürlich können wir das“, sagte Ole. (S. 46)

Am extremsten kommt die Gruppendynamik am Ende zum Ausdruck. Sofie geht auf Pierre Anthon los und die Gruppe folgt ihr einfach blind. Die Szene wird als chaotisch beschrieben. Alle treten und schlagen ihn, bis er tot ist. Die Verantwortungsdiffusion geht so weit, dass Agnes ihm die Schuld für seinen eigenen Tod gibt.